In der aktuellen Wirtschaftswoche (Nr. 5, 2009) blickt Burkhard Wilke, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des Zentralinstituts für soziale Fragen, auf das Jahr 2008 zurück und äußert sich hoffnungsvoll für 2009.

„Die Erfahrung lehrt, dass sich die deutschen Spender nicht so sehr durch Wirtschaftskrisen beeindrucken lassen. In Zukunft erwarten wir keinen radikalen Einbruch.“
sagte er der WiWo.

Eine Umfrage unter den zehn größten Hilfsorganisationen, die das DZI Spenden-Siegel tragen, bestätigt nicht die befürchteten Rückgänge in 2008. Manche Organisationen, genannt sind die Christoffel- Blindenmission, Plan International und Brot für die Welt, haben sogar hinzugewonnen.

4Januar

Spendenbereitschaft 2009

Florian Nöll Allgemeines » Presse

Die Finanzkrise hat die Wirtschaft im Griff. Automatisch stellt sich die Frage, welche Auswirkungen die Krise auf die Spendenbereitschaft haben wird. Gucken wir zunächst auf die Einschätzung einiger  Hilfsorganisationen, die FAZ hatte gefragt…

«Ich freue mich besonders darüber, dass wir im zurückliegenden Jahr mehr Spender aktivieren konnten. Erfreulich ist auch, dass der durchschnittliche Spendenbetrag höher war als in den vergangenen Jahren. Die Finanzkrise hat der Bereitschaft, für die Arbeit von Caritas international zu spenden, bisher nicht geschadet.»
Peter Neher, Caritas-Präsident

«Für Menschen in Armut haben Katastrophen schlimmere Auswirkungen als für Menschen in reichen Ländern. Das haben wir 2008 in Zimbabwe, in Haiti und in Burma gesehen. Eine globale Wirtschaftskrise kann also bedeuten, dass der Bedarf an Katastrophenhilfe steigt. Gleichzeitig haben diejenigen, die die Hilfe finanzieren, also die Spender, weniger Geld übrig.»
Rudolf Seiters, DRK-Präsident

«Immer dann, wenn die Zeiten schwerer werden, malen die Spendensammler das Menetekel sinkender Zuwendungen an die Wand. Und in der Tat: Seit Ende des dritten Quartals 2008, dem Beginn der Finanzkrise, gehen die im ersten Halbjahr erfreulich wachsenden Einnahmen der Hilfsorganisationen wieder etwas zurück.»
Hans-Joachim Preuß, Generalsekretär der Welthungerhilfe

Es herrscht also keine eindeutige Meinung. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gibt die Meinung von Hans-Joachim Preuß darüber hinaus so wieder:

«Die Ursache dafür seien im Wesentlichen die geringeren Zuwendungen von Unternehmen und Stiftungen. Die Spenden von Privatleuten seien hingegen wenig konjunkturabhängig.»

Diese Einschätzung scheint plausibel und erhöht gleichzeitig die Notwendigkeit, den Fokus auf den “kleinen” Spender zu legen und neue Spendergruppen zu erreichen. ~29 Millionen private Spender in Deutschland haben die breiteren Schultern, um die Hilfsorganisationen zu tragen.

2008 war ein spannendes Jahr, am Anfang stand die Idee zu spendino. Viele Gespräche folgten, Ideen wurden entwickelt, vertieft oder verworfen, Konzepte erstellt. Später gingen wir auf Tour, präsentierten das Vorhaben und holten uns viel Feedback. Mittlerweile haben wir ein Team geformt, die Gesellschaft gegründet und wichtige Rahmenbedingungen geschaffen.

Jetzt freuen wir uns auf 2009. Bald beziehen wir unser Büro, die ersten Spendenorganisationen haben wir schon als Partner gewonnen. Das ist ein zusätzlicher Antrieb für unsere Produktentwicklung.

Wir wissen nicht, was das neue Jahr im Detail bringt, aber wir sind uns sicher: Es wird spannend!